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ADR-Gefahrgut

 

ADR-Definition

ADR steht für „accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route“. Was so viel bedeutet wie: „Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR) von welchen eine Gefahr ausgeht“. Es definiert für jede Gefahrgutklassen spezifische Vorschriften. Der Begriff ADR steht unter globaler Verwendung und ist in der Transportbranche weit verbreitet.

Auf Grundlage des Übereinkommens, einem umfassende Basisregelwerk, wurden Gesetze und Verordnungen geschaffen, deren Vorschriften international in Kraft getreten und zu beachten sind.

ADR-Gut, ADR-Ware und Gefahrgut

ADR-Ware oder ADR-Gut ist Gefahrgut, umgangssprachlich auch „Gefahrengut“ genannt. Die englische Bezeichnung lautet „dangerous goods“, abgekürzt als DGR oder „hazardous materials“, abgekürzt als „hazmat“.

Im Zusammenhang mit einem Transport im öffentlichen Raum werden bestimmte Stoffe, Zubereitungen und Gegenstände als Gefahrgut bezeichnet. Zubereitungen sind Lösungen, Gemische oder Gemenge. Die Stoffe zeichnen sich dadurch aus, dass bestimmte Gefahren von Ihnen ausgehen aufgrund ihrer Natur, ihrer chemischen oder physikalischen Eigenschaften oder aufgrund ihres Zustands beim Transport. Die Gefahren gehen von diesen Stoffen aus für

  • das Leben und die Gesundheit von Menschen, Tieren und Sachen
  • die öffentliche Sicherheit, Ordnung und Allgemeinheit oder
  • wichtige Gemeingüter.

Aufgrund von Rechtsvorschriften sind diese Güter als gefährliche Güter einzustufen.

Bitte beachten Sie im Folgenden, dass ausschließlich die im Bundesgesetzblatt oder im Verkehrsblatt veröffentlichten Texte zum ADR verbindlich sind. Änderungen der gefahrgutrechtlichen Gesetze oder Verordnungen werden alsbald möglich berücksichtigt.

Transport von ADR-Ware

Es gibt zahlreiche Abkommen und Regelungen zum Gefahrgut-Transport auf der Straße, der Schiene, in der Luft und auf dem Wasser, beispielsweise hinsichtlich Transport, Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung. 

Lesen Sie hier, wie man eine Fahrzeugkontrolle gemäß ADR Kapitel 7.5 durchführt.

Die sichere Abwicklung der Gefahrguttransporte (Unfallvermeidung) sowie genaue und schnelle Informationen an die Rettungskräfte, wie die Feuerwehr, ist der Zweck der zahlreichen Vorschriften. Ein Unglücksfall wird dann als Gefahrgutunfall erkannt und es können schnellstmöglich die richtigen Maßnahmen ergriffen werden.

Die Beförderung von Gefahrgut ist eines der wenigen Gebiete, auf dem es seit längerer Zeit transnationale Regelungen gibt. Zahlreiche Staaten haben sich bereits angeschlossen. Die Vorschriften sollen den sicheren Transport der gefährlichen Waren über Ländergrenzen hinweg gewährleisten. So ist vorgeschrieben, dass ein Beförderungspapier mitgeführt wird.

Gefahrgut-Vorschriften | Gefahrgut-Verordnung

  • Jedes Unternehmen, welches wiederholend Gefahrgut befördert, braucht zumindest einen Gefahrgutbeauftragten. Er ist zuständig dafür, dass die Klauseln und Auflagen betreffend für Gefahrgut eingehalten werden.
  • Für Lkw-Fahrer, welche Gefahrgut transportieren, ist ein Gefahrgutschein notwendig. Die offizielle Bezeichnung ist „ADR-Schulungsbescheinigung“. Diese läuft nach 5 Jahren Gültigkeit ab, soweit keine Verlängerung vor Ablauf der Frist vorgenommen wird. Der Fahrer muss hierfür einen Auffrischungskurs durchführen.
  • Gefahrgut transportierende Lkw benötigen eine besondere Ausrüstung. Zu dieser zählen zum Beispiel die orangenen auf- und zuklappbaren Warntafeln, Helm und Schutzbrille als auch zwei Feuerlöscher.
Lesen Sie hier, wie man eine Fahrzeugkontrolle gemäß ADR Kapitel 7.5 durchführt.

Die Gefahrguttransport 1000 Punkte Regel

Im Straßentransport von Gefahrgütern gibt es die 1000 Punkte-Regel.

Jedem Gefahrgut ist nach dem Faktor „Gefährlichkeit“ ein Zahlenwert 0,1,3, oder 50 zugeordnet. Um es übersichtlicher zu gestallten, werden diese Faktoren jedoch jeweils mit einer Kennziffer ersetzt 4,3,2,1 und 0 (das ist die Beförderungskategorie)

Beförderungskategorie
Multiplikationsfaktor

Wie die ADR Punkte bei Gefahrgut berechnet werden

Bei festen Stoffen wird das Gewicht in kg mit dem Faktor multipliziert. Bei flüssigen Stoffen wird der Faktor mit der Netto Menge in Litern multipliziert.

Beispiel für die Berechnung von Gefahrgut Punkten

Es sollen 400 Liter UN1223-Kerosin (Stoff) und 150 Liter UN1230-Methanol (Stoff) (also gefährliche Güter) transportiert werden. Beide Stoffe haben die Klasse 3. Kerosin hat die Beförderungskategorie 3 und Methanol hat die Kategorie 2. Das heißt man multipliziert erst die Kerosin Menge mit dem Faktor 1 (400L x 1 = 400 Punkte) und dann die Methanol Menge mit dem Faktor 3 (150L x 3 = 450 Punkte). Danach addiert man die Punkte beider Stoffe (400 Punkte + 450 Punkte = 850 Punkte <1000). Die Anzahl der Punkte beträgt also 850 Gefahrgut Punkte. Mit dieser Punktzahl ist die 1000 Punkte Grenze unterschritten und das Fahrzeug muss beim Transport nicht speziell ausgerüstet werden. Es sind nur ein 2Kg-ABC-Feuerlöscher, ein Warndreieck, ein Verbandskasten und je eine Warnweste pro Besatzungsmitglied gefordert.

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