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Speditionskaufmann

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

 

Unser Alltag ist von der globalen Vernetzung geprägt. Jeden Tag werden Millionen von Güter von A nach B transportiert. Die Ware überwindet dabei kurze Strecken vom Bauernhof ums Eck bis zum nächsten Großmarkt, aber auch ganze Ozeane. In 16-20 Tagen von Europa nach China mit dem LKW? Na klar ist das möglich! Es ist der Kaufmann* für Spedition und Logistikdienstleistung, der hinter all dem steckt. Er ist der Architekt des Transportwesens – kurzum ein Möglichmacher.

 

Die offizielle Berufsbezeichnung lautet Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Im Jahr 2004 wurde die Berufsbezeichnung Speditionskaufmann durch die heutige Bezeichnung ersetzt, um die Entwicklungen in der Logistikbranche aufzugreifen. Da die Bezeichnung Speditionskaufmann heute noch geläufig ist, verwenden wir in unserem Hellmannpedia beide Bezeichnungen.

 

 

Speditionskaufmann

 

Welche Aufgaben hat ein Speditionskaufmann?

 

Der Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung ist ein Multitalent. Ganz allgemein umfasst organisiert er den Transport, den Umschlag sowie die Lagerung von Gütern. Er ist ein Bindeglied zwischen dem Produzenten einer Ware und dem Händler. Der Speditionskaufmann verkauft Logistikdienstleistungen und wählt den für den Auftrag passenden Verkehrsträger aus. Die Ware kann ihren Weg per LWK, mit dem Flugzeug, per Schiff oder auf Güterwagons antreten.

 

Es steckt aber noch viel mehr dahinter, denn Ware ist nicht gleich Ware. Insbesondere bei verderblichen Lebensmitteln oder bei lebenden Frachten ist eine möglichst kurze Reisedauer zu beachten, um Beschädigungen zu vermeiden. Auch beispielsweise Produkte aus der Chemiebranche bedürfen einem besonderen Transport, den der Speditionskaufmann im Auftrag seines Kunden unter Beachtung aller Vorschriften fachgerecht plant.

 

Nicht nur verschiedene Waren bringen Herausforderungen mit sich. Auch Ländergrenzen können einen Transport zu einer Herausforderung machen. Insbesondere ein Transport über die Grenzen Europas hinaus erfordert eine spezifische Planung. Eine Vielzahl an Zollvorschriften sind zu beachten und entsprechende Zolldokumente müssen die Ware auf ihrem Weg begleiten.

 

Das klingt aufregend und heraufordernd? Finden wir auch! Und es steckt noch so viel mehr dahinter. Erhalten Sie einen detaillierteren Überblick über die vielfältigen und spannenden Aufgaben von einem Speditionskaufmann:

 

Disposition und Organisation von Transport- und Logistikdienstleistung

Welche Ware wird in Kürze ins Lager eintreffen, welche soll das Lager verlassen? Die Planung eines reibungslosen Ablaufs von Warenein- und -ausgängen nennt man auch Disposition und zählt zu den Hauptaufgaben des Speditionskaufmanns. Der Speditionskaufmann veranlasst also die Abholung und Auslieferung der Ware, überwacht den Transport, plant Touren und wählt geeignete Fahrer oder Frachtführer aus. Dazu gehört auch, dass die zur Verfügung stehende Ladefläche optimal ausgenutzt ist und die Beladung des Transportmittels möglichst effizient geplant ist.

 

Beratung

Ob Zeitplanung, die Wahl des Verkehrsträgers, optimale Zwischenlagerung der Ware oder Gefahrgutvorschriften, der Speditionskaufmann kann seine Kunden umfassend beraten. Er weiß genau, auf was bei einem Auftrag zu achten ist. Weitere Themenfelder sind dabei Zollvorschriften, Reklamationen oder Schadensmeldungen.

 

Da viele Geschäftspartner ihren Sitz im Ausland haben, erfolgt die Kommunikation häufig auf Englisch und in anderen Fremdsprachen. Hellmann East Europe ist auf den Transport von Gütern in die GUS Staaten und das Baltikum spezialisiert, weshalb viele unserer Speditionskaufleute osteuropäische Sprachen beherrschen und so den Bedürfnissen der Kunden optimal begegnen können und mit Frachtführern in ihrer Muttersprache kommunizieren können.

 

Preiskalkulation und Angebotserstellung: Nachdem der Kunde eine Transportanfrage gestellt hat, kümmert sich der Speditionskaufmann um die Angebotserstellung. Um ein schriftliches Angebot zu erstellen, werden die Preise kalkuliert und berechnet, wobei auch die Nebenkosten, wie zum Beispiel Zwischenlagerkosten und Versicherungen, berücksichtigt werden.

 

Aufträge, Transport und Fracht organisieren und abwickeln

Der Kunde wurde beraten, die Preise sind kalkuliert, der Transport kann geplant werden. Hierfür müssen Transportdokumente wie Frachtbriefe, behördliche Genehmigungen, Lade- und Verladelisten sowie Stücklisten beantragt oder erstellt sowie geprüft werden. Zudem werden der Frachtführer vom Speditionskaufmann über den Auftrag und die Route informiert. Unerwartete Routenänderungen sind keine Seltenheit. Aus diesem Grund muss der Speditionskaufmann den Transportablauf genau im Auge behalten und im Falle eines unvorhersehbaren Ereignisses reagieren und umdisponieren.

 

Rechnungserstellung und -prüfung

Der Auftrag ist erfolgreich abgewickelt und alles genau dokumentiert: Zeit für die Rechnung. Diese muss zunächst ausgestellt und geprüft werden. Im nächsten Schritt wird die Zahlung angewiesen. Erfolgt diese nicht innerhalb der Frist, muss der Speditionskaufmann eine Mahnung erstellen und verschicken – und bei weiteren Verzögerungen rechtliche Schritte einleiten.

 

Das Aufgabengebiet des Speditionskaufmanns ist sehr vielfältig. Sie wollen sich vom Können der Speditionskaufleute von Hellmann East Europe überzeugen lassen? Stellen Sie gleich eine Transportanfrage und lassen Sie sich von unseren Möglichmachern individuell beraten. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

 

Was zeichnet einen Speditionskaufmann aus?

Der Speditionskaufmann ist Organisationstalent, Zahlengenie, Menschenkenner und Analytiker zugleich. Das Planen von einem Transport unter Beachtung der Anforderungen der Kunden und Vorschriften hinsichtlich Ware und Transportziel erfordert ein hohes Maß an Organisationsfähigkeiten. Ob bei Preiskalkulationen, der Rechnungserstellung oder in der Rechnungsprüfung – auch sichere Mathekenntnisse sind das A und O in der Spedition und Logistik. Eine weitere Stärke von einem Speditionskaufmann ist räumliches Denkvermögen.

 

Wie können möglichst platzsparend möglichst viele Paletten auf der Ladefläche eines LKW untergebracht werden?

 

Der Speditionskaufmann hat ein besonderes Auge für räumliche Verhältnisse. Im Kontakt mit Kunden und in der Zusammenarbeit mit den Kollegen sind seine Menschenkenntnisse gefragt. Der Speditionskaufmann beherrscht einen freundlichen Umgangston und ist dienstleistungsorientiert. Zuletzt zeichnet er sich durch ein analytisches und logisches Denkvermögen aus. Der Speditionskaufmann muss umfassende und oft auch mehrere Aufträge gleichzeitig organisieren – und das oft unter Zeitdruck.

 

Sie erkennen Sie in diesem Profil wieder? Wir sind ständig auf der Suche nach motivierten Menschen, die Teil unseres Teams werden möchten. Schauen Sie doch bei unseren Stellenangeboten vorbei.

 

 

Ausbildung Speditionskaufmann

 

Die Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

Jobs im Bereich Spedition und Logistik verlangen in der Regel eine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Als Voraussetzung zum Antreten der Ausbildung gilt eine mittlere Reife oder das (Fach)abitur.

 

Innerhalb der drei Jahre Ausbildung lernt der zukünftige Speditionskaufmann die praktische Seite des Berufs im Ausbildungsbetrieb kennen. Er durchläuft in der Regel unterschiedliche Abteilungen und hat bereits feste Aufgaben. Das theoretische Hintergrundwissen wird in der Berufsschule vermittelt.

 

Ein Themengebiet der Ausbildung stellt die Beschaffungslogistik dar. In diesem Bereich der Logistik geht es darum, Güter zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen. In der Ausbildung lernt der Speditionskaufmann wie dieser Prozess aussieht und wie Störungen erfasst werden. Der Auszubildende zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung lernt zudem verschiedenen Lagerarten und ihre Funktionen kennen. Ob mit dem LKW, dem Zug oder dem Flugzeug: es werden die verschiedenen Verkehrsträger vorgestellt und es wird beigebracht, was man bei deren Auswahl beachten muss.

 

Nach Abschluss der Ausbildung können sich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten ergeben. Ein Beispiel ist der Fachwirt für Güterverkehr und Logistik oder der Betriebswirt für Verkehr. Eine weitere Option ist ein anschließendes Studium in den Bereichen Logistik, Verkehrsbetriebswirtschaft oder BWL. Mit Hellmann East Europe können Sie ein duales Studium auf dem Gebiet „BWL – Spedition, Transport und Logistik“ starten.

 

Der Bereich Spedition und Logistik zählt zu den Wirtschaftszweigen, die auch in Zukunft ein hohes Wachstum versprechen. Denn Ware muss immer transportiert werden und das am besten schnellstmöglich. Arbeitsplätze und Karrierechancen in diesem krisensicheren Bereich sind somit garantiert.

 

Sie möchten einen Teil dazu beitragen, dass Güter weiterhin und in Zukunft noch schneller von A nach B transportiert werden und haben Lust darauf internationale Transporte zu steuern? Hellmann East Europe ist ständig auf der Suche nach neuen Talenten und bietet zudem jedes Jahr mindestens vier Ausbildungsplätze und einen Studienplatz an. Schauen Sie auf unserer Karriereseite vorbei!

 

* Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwenden wir im Textverlauf die männliche Form der Anrede. Dies stellt keine Form der Diskriminierung dar. Selbstverständlich sind bei Hellmann East Europe Menschen jeder Geschlechtsidentität willkommen.

 

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